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Kirche und Politik standen schon immer in einem engen Verhältnis zueinander.
Ganz unmittelbar sichtbar war dies etwa im Mittelalter, als kirchliche Würdenträger selbstverständlich auch die weltliche Politik bestimmten und Päpste Kaiser und Könige krönten.

Auch nach der Trennung von Kirche und Staat blieben Kirchenämter immer auch politische Ämter, die gesellschaftliche Rahmenbedingungen mitgestalteten. Ein wichtiges neueres Beispiel hierfür ist das Schwangerschaftskonfliktgesetz von 1995, das mit seinem Schwerpunkt auf einer Beratungspflicht ganz entscheidend durch die Kirchen geprägt wurde.

Kirche wird sowohl von den Wählern und Wählerinnen als auch von den Inhabern politischer Ämter – auch heute in unserer säkularen Gesellschaft – als wichtiger Impulsgeber und Meinungsmacher für die gesellschaftliche Ordnung und als moralisch-ethisches Gewissen der Politik angesehen.

 

• Was will Politik? Was will Kirche?

Ganz allgemein bezeichnet der Begriff Politik die Gestaltung der Ordnung in der Welt. In der öffentlichen Diskussion wird der Begriff meist einschränkend verwendet und meint dann das Handeln von staatlichen Organen – z.B. Regierungschefs oder Ministern – die in der Regel parteilich gebunden sind, und deren Handeln häufig nicht als partizipierend erlebt wird („Die da oben machen sowieso, was sie wollen.“)

Die Kirche lebt – auch ganz allgemein gesagt – als organisierte Institution einer christlichen Religionsgemeinschaft in der Hoffnung auf die Verwirklichung des Reiches Gottes. An diesem Reich Gottes kann nach ihrer Auffassung jeder Mensch mitbauen, indem er oder sie sich so verhält, wie Christus dies gelehrt und gelebt hat. – Auch Kirche gestaltet damit das Zusammenleben der Menschen.

 

• Wie können Menschen friedlich zusammenleben?
• Wie können die Ressourcen gerecht verteilt werden?
• Für welche Werte muss man streiten?

 

Diese Fragen bewegen die Menschen und die Verantwortlichen unserer Gesellschaft. Nicht immer stimmen die Interessen von Kirche und Staat in diesen Fragen überein: Bei der Suche nach Antworten müssen in unserer pluralen Gesellschaft viele Aspekte berücksichtigt werden, und neben den ideellen Interessen werden wohl auch immer materielle Wünsche und Zwänge eine Rolle spielen. 


• Der Katholikenrat Wuppertal will sich im Wahljahr 2009 besonders dafür einsetzen, dass kirchliche Wertvorstellungen dabei so weit als möglich berücksichtigt werden.

 

Es gibt aus unserer Sicht auch in unserer Stadt politische Themen, zu denen katholische Christen Stellung beziehen sollten:

+ Integration: Gleiche Chancen für alle
+ Bildung: Konfessionelle Schulen, Kindergärten / Familienzentren
+ Arbeit und Leben: Menschenwürdige und familienfreundliche Arbeitsbedingungen; arbeitsfreier Sonntag
+ Gemeinsam Verantwortung tragen: Ehrenamtliches Engagement

 

Unser Engagement ist dabei grundsätzlich sachbezogen und dient nicht der Profilierung oder Unterstützung einzelner politischer Parteien.

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